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Schützengilde Grasdorf im Goldrausch

(SM). Wer bisher der Meinung war, die Hatz nach dem Gold im Jahre 1896 am Klondike-River in Alaska wäre der Höhepunkt  des Goldrausches in der Geschichte der Menschheit gewesen, wurde eines Besseren belehrt,  als am Sonntag, dem 07.12.2014 im Grasdorfer Schützenhaus der Finalkampf des ersten Grasdorfer Goldbarrenschießens  begann.

Dabei  fing alles ganz harmlos, beim gemütlichen Kaffeetrinken an, doch schon kurz nach Bekanntgabe der Teilnehmerliste durch die Schießsportleiterin Roswitha Mühe kam Hektik auf.  Da wurde noch schnell am Gewehr geschraubt, kurz meditiert, tief durchgeatmet und dann ging’s los. 10 bis in die Haarspitzen motivierte Schützen und Schützinnen traten an, um im Finale das edle Metall zu erringen, einen 10 Gramm schweren Goldbarren im Zeitwert von 320 Euro.

Eine ungeheure Spannung lag in der Luft. Alle waren hoch konzentriert und hatten nur das eine Ziel vor Augen, nämlich das erste Goldbarrenschießen zu gewinnen. Ein Jahr lang harte Arbeit lag schließlich hinter den Schützen, der monatliche Kampf um den besten Teiler und damit um den Einzug ins Finale.

Nun war es endlich soweit. Nach dem  K.o.-Prinzip schied Runde für Runde der Schütze mit dem schlechtesten Teiler aus, bis zu guter Letzt nur noch drei Kontrahenten übrig blieben: Thomas Bangel, Theresia Herold und Roger Kloetzing.

Theresia Herold hatte bis zu dieser Zeit souverän und mit einer konstanten Leistung locker die nächsten Runden erreicht und damit die für sich besten Voraussetzungen geschaffen. Doch sollte das reichen?  Die Spannung stieg ins Unermessliche, denn der Wettkampf würde erst mit dem letzten Schuss entschieden, das war allen Beteiligten klar.


Und so kam es, dass zunächst Thomas Bangel als Drittplatzierter ausschied und damit gleichzeitig die Finalpaarung feststand: Theresia Herold gegen Roger Kloetzing…Spannung pur fesselte alle Beteiligte.
Dann war es endlich soweit. Nach einer kurzen Ansprache des ersten Vorsitzenden Achim Bangel übernahm Florian Sauskojus in seiner Funktion als stellvertretender Schießsportleiters die Siegerehrung und verstand es, die Stimmung nochmals anzuheizen.

Bei der Verkündung des Siegers drehte er eine kleine Ehrenrunde, indem er einen vermeintlich großen Goldbarren (ein Feuerzeug) umher zeigte und dem mit glänzenden Augen bereitstehenden Zweitplatzierten in die Hand drückte. Es war Roger Kloetzing. Das Entsetzen stand Theresia Herold förmlich ins Gesicht geschrieben, welches sich jedoch spontan änderte, als sie den echten Goldbarren überreicht bekam. So ist halt das Leben – eben voller Überraschungen. Herzlichen Glückwunsch, Theresia!